Eierlikörkäsekuchen

Und hier kommt mein letztes Eierlikörrezept für diese Ostersaison. 😉 Aber da kommt bestimmt noch mehr… Vielleicht im nächsten Jahr? 😉 Ich habe jedenfalls noch einige Ideen. 🙂

Aber nun muss ich erstmal etwas gestehen: Manchmal bin ich einfach nur ein lausiger Dieb. Bereicher mich einfach an fremden Rezepturen!!! Denn öfters kommt es vor, dass ich etwas kochen möchte oder eine neue Backidee habe und dann meine Quelle anzapfe… Mama und Papa! 😉 Der Grund dafür ist ganz einfach. Da weiß ich, dass es schmeckt. So manches Grundrezept dient dann also oft als Stütze für mein neues Rezept. Bei meiner Mama geht das ganz unkompliziert. Sie hat vor einiger Zeit angefangen ihre Standardrezepte auf dem Computer zu speichern. Ich ruf sie an, schreib ihr oder bin gerade bei ihr und schwupps hab ich das Rezept als Dokument per Email oder Whatsapp. 😉 Mit meinem Papa gestaltet es sich da schon etwas anders. Der möchte mich noch etwas fordern. 😉 So war es auch, als ich sagte, „Du Papa, es wird Zeit, dass ich endlich auch mal selbst Rotkohl mache.“ Jaaaa, Schande über mein Haupt. Tatsächlich hab ich erst mit 32 das erste Mal Rotkohl selbst gemacht und bis dahin komplett von Papas Rotkohl gelebt. Hahaha. Jedenfalls versprach er mir, dass er das Rezept per Email schickt. Und ungelogen das Rezept lautete Rotkohl, Äpfel, Rotwein und/oder Traubensaft, Zwiebeln mit Nelken gespickt, Lorbeerblätter. Papaaaaa, Mengenangaben???? 😉 Aber tatsächlich kam dabei leckerer Rotkohl heraus. 🙂

Jetzt fragt ihr euch, was Rotkohl mit diesem Käsekuchen zu tun hat? Gar nichts, ha! Aber ich hab ma wieder stibitzt. In meinem Kopf schwebte die Idee von einem Käsekuchen mit Eierlikör im Kuchen und Guss oben drauf. Aber mit Quark und nicht mit Frischkäse. Ich muss sagen, dass ich doch die deutsche Käsekuchenvariante mit Quark dem Cheesecake mit Frischkäse vorziehe. Und da dachte ich mir. Mama macht doch immer lecker Käsekuchen ohne Boden… Schwupps, Rezept da. 😉 Das habe ich dann angepasst, damit der Eierlikör ein Plätzchen darin findet. Außerdem wollte ich ihn diesmal entgegen der Familientradition – werde ich jetzt enterbt??? – mit Boden backen. Oben drauf kam dann eine Eierlikörcreme mit weißer Schokolade.

Der Käsekuchen ist wunderbar fluffig und cremig, so wie ich ihn von meiner Mama kenne, aber dabei eben auch ganz anders. 🙂

Zutaten (für eine 26 cm Springform):

Boden:

  • 300 g Mehl
  • 75 g Puderzucker
  • 150 g kalte Butter in Würfeln
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 4 EL kaltes Wasser

Füllung:

  • 6 Eier
  • 200 g weiche Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 kg Margerquark
  • 200 ml Eierlikör
  • 100 g Mehl
  • 30 g Speisestärke
  • 2 TL Vanilleextrakt
  • 1 gestr. TL Backpulver

Eierlikörguss:

  • 50 g Schlagsahne
  • 75 g Eierlikör
  • 100 g weiße Schokolade

Zubereitung:

Den Eierlikörguss am Besten am Vorabend zubereiten. Die weiße Schokolade grob hacken. Sahne und Eierlikör erhitzen und die weiße Schokolade dazugeben. Verrühren bis sich die vollständig aufgelöst hat. Im Kuhlschrank auskühlen lassen.

Für den Käsekuchen wird nun zuerst der Boden gemacht. Alle Zutaten Inneine Schüssel geben und mit den Händen rasch zu einem glatten Teig kneten. Falls nötig noch etwas Wasser zugeben. Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und rund ausrollen. Falls der Teig an der Rolle kleben bleibt, den Teig etwas mit Mehl bestäuben.

Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen. Den Mürbeteig in die Form geben und bis ganz oben an den Rand zeihen. Die Kante oben mit einem Messer gerade schneiden und in den Kühlschrank stellen.

Backofen auf 200 °C vorheizen.

Eier trennen. Das Eiweiß steif schlagen.

Eigelb mit Butter und Zucker schaumig rühren. Quark dazugeben und verrühren. Mehl, Backpulver, Stärke, Eierlikör und Vanilleextrakt dazugeben und nochmals alles gut verrühren.

Den Eischnee von Hand vorsichtig unterheben.

Springform aus dem Kühlschrank holen und die Käsekuchenmasse einfüllen. Mit der Hand von unten ein paar Mal gegen die Springform klopfen.

Im Ofen auf der mittleren Schiene bei 200 ° C 60 Minuten backen.

Den Käsekuchen nach 20 Minuten aus dem Backofen holen und zwischen Käsemasse und Mürbeteig mit einem Messer ungefähr einen Zentimeter tief einschneiden und wieder in den Backofen geben. So reißt der Käsekuchen beim Backen in der Mitte nicht.

Die letzten 20 Minuten den Ofen auf 175 ° C runterdrehen damit der Kuchen nicht zu dunkel wird.

Den Käsekuchen vollständig abkühlen lassen.

Die Eierlikörcreme aus dem Kühlschrank holen und mit dem Schneebesenaufsatz des Handrührgeräts aufschlagen bis sie hell und schön cremig ist. Auf dem Käsekuchen gleichmäßig verstreichen und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank geben.

Ich war ungeduldig und habe den Käsekuchen ohne Aufenthalt im Kühlschrank direkt angeschnitten. Die Creme ist daher stark runtergelaufen. Sau lecker war’s trotzdem. 😉

Genug der Worte und ab in die Küche! 🙂

Eure Nora

 

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